Thursday, June 17, 2010
Glück ist ...
Glück ist in das Tun einzutauschen, und alles um mich zu vergessen, den Tee vergessen zu trinken, die Wäsche vergessen aufzuhängen, meine Frau vergessen anzurufen, die Zeit zu vergessen, mich zu vergessen, mit all den Sorgen, Gedanken und Plänen.
Monday, May 17, 2010
Die Innere Stimme
Für eine Dienstreise nach Stuttgart nahm ich meine Assistentin Helena mit. Auf dem Weg dorthin habe ich mit ihr vereinbart, dass ich auf die Fahrt konzentriere und sie auf die optimale Route. Vor der Autobahneinfahrt sagte sie nichts. Da ich ja die grobe Richtung kannte bog ich in die Autobahn rein.
Schon an der nächsten Ausfahrt sagte sie mit einer schönen Stimme: "Bog bitte von der Autobahn ab." Ich war irritiert, da ich wusste, dass die Richtung korrekt war. Ich ignoriert sie. Danach sagte sie an jeder Ausfahrt: "Bog bitte von der Autobahn ab."
Am Anfang konnte ich sie noch ignorieren, aber nach 20 Male dem selben Ratschlag war ich einfach verzweifelt. Habe ich einen Denkfehler gemacht? Oder war die Adresse falsch? Aber meine innere Stimme sagte, es ist richtig, also blieb ich weiter auf der Autobahn.
Doch kurz vor Stuttgart musste ich anhalten, um mit Helena mal richtig auseinanderzusetzen, denn sie nervte mich schon die ganze Zeit. Dann stellte ich fest, dass Helena auf die Landstraßen fixiert war.
Helena ist mein Navigationsgerät und ich habe sie auf "Autobahn vermeiden" versehentlich eingestellt. Hätte ich auf sie zugehört, hätte ich eine Stunde länger auf der Landstraße gebraucht und meinen Termin verpasst.
Schon an der nächsten Ausfahrt sagte sie mit einer schönen Stimme: "Bog bitte von der Autobahn ab." Ich war irritiert, da ich wusste, dass die Richtung korrekt war. Ich ignoriert sie. Danach sagte sie an jeder Ausfahrt: "Bog bitte von der Autobahn ab."
Am Anfang konnte ich sie noch ignorieren, aber nach 20 Male dem selben Ratschlag war ich einfach verzweifelt. Habe ich einen Denkfehler gemacht? Oder war die Adresse falsch? Aber meine innere Stimme sagte, es ist richtig, also blieb ich weiter auf der Autobahn.
Doch kurz vor Stuttgart musste ich anhalten, um mit Helena mal richtig auseinanderzusetzen, denn sie nervte mich schon die ganze Zeit. Dann stellte ich fest, dass Helena auf die Landstraßen fixiert war.
Helena ist mein Navigationsgerät und ich habe sie auf "Autobahn vermeiden" versehentlich eingestellt. Hätte ich auf sie zugehört, hätte ich eine Stunde länger auf der Landstraße gebraucht und meinen Termin verpasst.
Sunday, May 9, 2010
Beziehungskiller: Erwartungen
Über die Jahre habe ich folgende wertvolle Lektion gelernt:
Die meisten zwischenmenschlichen Beziehungen scheitern durch falschen Erwartungen an anderen.
Wir haben eine Idealvorstellung, wie die Eltern, Chefs, Mitarbeiter, Coaches, Geschäftspartner, Lebenspartner sein sollen und wenn die Realität von unserer Vorstellung abweicht, sind wir enttäuscht, sauer, verärgert, missgelaunt, verletzt, verstimmt und fürchterlich verzweifelt.
Mein Gegenmittel: erwarte erst Mal gar nichts. Begegne einen Menschen als ob ich zu einem Frühstücksbüffel begebe. Da gibt es sicher tausend Dinge, die ich nicht mag, aber ich muss diese Dinge gar nicht nehmen, sondern wähle was mir schmeckt. Übersetzt in Klartext: Ich frage mich
1) Was ist seine Stärke?
2) Was kann ich vom ihm lernen?
3) Wie kann er mir nützlich sein?
Achte einfach nicht auf die andere Seite dieser Person. Da nur die Dinge in unserer Beziehungen verstärkt werden, wo ich meine Aufmerksamkeit schenke, und die Dinge verschwächt, die ich ignoriere, funktioniert in der Regel alles sehr gut. Aber es gibt selten auch Situationen, wo ich zu obigen Fragen nichts Sinnvolles finden konnte. Von diesen Leuten versuche ich zu distanzieren. Wie gesagt selten.
Die meisten zwischenmenschlichen Beziehungen scheitern durch falschen Erwartungen an anderen.
Wir haben eine Idealvorstellung, wie die Eltern, Chefs, Mitarbeiter, Coaches, Geschäftspartner, Lebenspartner sein sollen und wenn die Realität von unserer Vorstellung abweicht, sind wir enttäuscht, sauer, verärgert, missgelaunt, verletzt, verstimmt und fürchterlich verzweifelt.
Mein Gegenmittel: erwarte erst Mal gar nichts. Begegne einen Menschen als ob ich zu einem Frühstücksbüffel begebe. Da gibt es sicher tausend Dinge, die ich nicht mag, aber ich muss diese Dinge gar nicht nehmen, sondern wähle was mir schmeckt. Übersetzt in Klartext: Ich frage mich
1) Was ist seine Stärke?
2) Was kann ich vom ihm lernen?
3) Wie kann er mir nützlich sein?
Achte einfach nicht auf die andere Seite dieser Person. Da nur die Dinge in unserer Beziehungen verstärkt werden, wo ich meine Aufmerksamkeit schenke, und die Dinge verschwächt, die ich ignoriere, funktioniert in der Regel alles sehr gut. Aber es gibt selten auch Situationen, wo ich zu obigen Fragen nichts Sinnvolles finden konnte. Von diesen Leuten versuche ich zu distanzieren. Wie gesagt selten.
Sunday, May 2, 2010
Zeit ist Leben. Zeit ist nicht Geld.
mit der Zeit haben meine Frau und ich etwas Geld gespart und wir haben gelernt, dass es sinnvoll wäre, das Geld zu investieren. Damals war einfach in, Aktien zu kaufen und egal was man kaufte, stieg tendenziell der Depot, schnell als man glaubte. Dadurch neigte man mehr Risiko in Kauf zu nehmen, bis irgendwann mal der Börsen-Crash kam.
Heute würde ich immer noch sagen, dass man langfristig mit Aktion bessere Renditen erzielen können, als mit anderen Anlagenformen. Doch muss man viel Zeit investieren, um das Geschäft mit Aktien zu verstehen. Man muss Nerven haben und viel Geduld. Persönlich neigen wir doch Aktien ab. Warum?
Weil die Zeit, womit ich nicht mit Aktien beschäftigen muss, benutze ich aus meiner Sicht viel sinnvoller. Ich lebe mehr, lerne mehr Sachen, die mir Spaß machen, kreiere Dinge, die anderen nutzen könnten. Das ist für mich mehr wert als dafür zu sorgen und zuzusehen, wie das Geld wächst.
Denn Leben ist einfach, wie man die Zeit verbringt und mit Inhalt füllt.
Heute würde ich immer noch sagen, dass man langfristig mit Aktion bessere Renditen erzielen können, als mit anderen Anlagenformen. Doch muss man viel Zeit investieren, um das Geschäft mit Aktien zu verstehen. Man muss Nerven haben und viel Geduld. Persönlich neigen wir doch Aktien ab. Warum?
Weil die Zeit, womit ich nicht mit Aktien beschäftigen muss, benutze ich aus meiner Sicht viel sinnvoller. Ich lebe mehr, lerne mehr Sachen, die mir Spaß machen, kreiere Dinge, die anderen nutzen könnten. Das ist für mich mehr wert als dafür zu sorgen und zuzusehen, wie das Geld wächst.
Denn Leben ist einfach, wie man die Zeit verbringt und mit Inhalt füllt.
Thursday, April 29, 2010
Probleme sind wichtig
Ein kleiner Junge sieht wie sich ein Schmetterling mühsam aus seinem Kokon befreien möchte. Er hat Mitleid mit ihm und öffnet deshalb den Kokon vorsichtig mit seinem Taschenmesser, so dass der Schmetterling leicht heraus klettern kann.
Der Schmetterling macht ein paar Flügelschläge und fällt dann tot zu Boden.
Ganz traurig geht der Junge zu seinem Vater und erzählt ihm von dem Vorfall.
Dieser sagt: "Der Schmetterling braucht den Kampf mit dem Kokon, um für das Leben stark zu sein."
_____________________________________________________________
So lästig und unangenehm Hindernisse und Probleme auch sein können, so wichtig sind sie doch gleichzeitig.
Durch Probleme machen wir Bekanntschaft mit unseren Fähigkeiten und wachsen an ihnen.
Der Schmetterling macht ein paar Flügelschläge und fällt dann tot zu Boden.
Ganz traurig geht der Junge zu seinem Vater und erzählt ihm von dem Vorfall.
Dieser sagt: "Der Schmetterling braucht den Kampf mit dem Kokon, um für das Leben stark zu sein."
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So lästig und unangenehm Hindernisse und Probleme auch sein können, so wichtig sind sie doch gleichzeitig.
Durch Probleme machen wir Bekanntschaft mit unseren Fähigkeiten und wachsen an ihnen.
Sunday, April 25, 2010
Positive Absicht Negativer Gefühle (PANG)
sollte es tatsächlich einen Gott geben, muss er ein sehr innovativer Gott sein. Ein der Beweise dafür ist dass wir mit negativen Gefühle ausgestattet sind.
Was sind eigentliche negative Gefühle? Meine ganz persönliche Definition: Negative Gefühle sind die, die der Betroffene nicht wählen würde, wenn er könnte. Angst ist ein gutes Beispiel. Bis jetzt kenne ich noch keinen Mensch, der Angst bewusst erleben würde. Ähnlich sind Wut, Ärger, Ohnmacht, Müdigkeit, Neid. Bei Tauer kenne ich differenzierte Meinungen. Und bei Verliebtheit, insbesondere, wenn man sich in einer Person verliebt, die für einem nichts empfindet, scheitern auch die Geister.
Nun erwarb ich neulich die (Selbst)erkenntnisse, dass negative Gefühle eine besondere wichtige Funktion in unserem körperlichen und geistigem Leben besitzen. Nämlich sie sind Messenger (Nachrichtenbringer) für unsere Denken und Verhalten. Sie besagen, irgendwas in unserem Leben ist nicht so ganz in Ordnung, tue was, ändere was. Nun kann man diesen Messenger natürlich töten (ausschalten) und jedoch nichts für die Situation tun. Als Ergebnis kommt dann ein andere Messenger und bringe einen noch schlimmere Botschaft, solange bis man entweder dagegen was tut oder stirbt.
Mein Rat an mir: reagiere sofort auf negative Gefühle. Ein Beispiel: wenn die Müdigkeit aufkommt, gehe ich sofort etwas trinken, spazieren oder kurz schlafen. Wenn ich jedoch nichts tue, dann wird die Müdigkeit schlimmer, und manchmal bekomme ich Kopfschmerzen. Ein anderes Beispiel: wenn eine Organisationsveränderung bevorsteht, kommt Sorgen ins Spiel, wenn man nichts unternimmt, dann kommt manchmal zu schlaflosen Nächten. Ich habe mich daran gewöhnt, in jeder Situation einen Plan sofort zu entwickeln und danach zu handeln, statt zu grübeln und mich mit anderen negativen Gefühle zu beschäftigen. Ergebnis: negative Gefühle kommen in meisten Fällen erst gar nicht auf, weil sie erkannt haben, bei mir keinen Job ergattern zu können. :-)
Stelle Dir einfach ein Leben ohne negative Gefühle vor. Stelle Dir vor, dass es möglich ist. Was für ein wunderbares Gefühl, was für ein effizientes Handeln, was für ein glückliches Leben. Ich stelle mir Nirwana so ähnlich vor. Nun für alles gibt es einen Preis. Was ist der Preis, um negative Gefühle zu minimieren?
Die Achtsamkeit und die Diszipline.
Achtsamkeit, um jede minimale Veränderung der Gefühlslage zu erkennen.
Diszipline, um auf jeder Veränderung der Gefühlslage mit einer Reaktion zu antworten.
Ist es schwer? Auf jeden Fall. Ist es möglich? Auf jeden Fall. Lohnt es sich? Auf den Fall.
Einen herrlichen Sonntag wünscht
Wenyue
Was sind eigentliche negative Gefühle? Meine ganz persönliche Definition: Negative Gefühle sind die, die der Betroffene nicht wählen würde, wenn er könnte. Angst ist ein gutes Beispiel. Bis jetzt kenne ich noch keinen Mensch, der Angst bewusst erleben würde. Ähnlich sind Wut, Ärger, Ohnmacht, Müdigkeit, Neid. Bei Tauer kenne ich differenzierte Meinungen. Und bei Verliebtheit, insbesondere, wenn man sich in einer Person verliebt, die für einem nichts empfindet, scheitern auch die Geister.
Nun erwarb ich neulich die (Selbst)erkenntnisse, dass negative Gefühle eine besondere wichtige Funktion in unserem körperlichen und geistigem Leben besitzen. Nämlich sie sind Messenger (Nachrichtenbringer) für unsere Denken und Verhalten. Sie besagen, irgendwas in unserem Leben ist nicht so ganz in Ordnung, tue was, ändere was. Nun kann man diesen Messenger natürlich töten (ausschalten) und jedoch nichts für die Situation tun. Als Ergebnis kommt dann ein andere Messenger und bringe einen noch schlimmere Botschaft, solange bis man entweder dagegen was tut oder stirbt.
Mein Rat an mir: reagiere sofort auf negative Gefühle. Ein Beispiel: wenn die Müdigkeit aufkommt, gehe ich sofort etwas trinken, spazieren oder kurz schlafen. Wenn ich jedoch nichts tue, dann wird die Müdigkeit schlimmer, und manchmal bekomme ich Kopfschmerzen. Ein anderes Beispiel: wenn eine Organisationsveränderung bevorsteht, kommt Sorgen ins Spiel, wenn man nichts unternimmt, dann kommt manchmal zu schlaflosen Nächten. Ich habe mich daran gewöhnt, in jeder Situation einen Plan sofort zu entwickeln und danach zu handeln, statt zu grübeln und mich mit anderen negativen Gefühle zu beschäftigen. Ergebnis: negative Gefühle kommen in meisten Fällen erst gar nicht auf, weil sie erkannt haben, bei mir keinen Job ergattern zu können. :-)
Stelle Dir einfach ein Leben ohne negative Gefühle vor. Stelle Dir vor, dass es möglich ist. Was für ein wunderbares Gefühl, was für ein effizientes Handeln, was für ein glückliches Leben. Ich stelle mir Nirwana so ähnlich vor. Nun für alles gibt es einen Preis. Was ist der Preis, um negative Gefühle zu minimieren?
Die Achtsamkeit und die Diszipline.
Achtsamkeit, um jede minimale Veränderung der Gefühlslage zu erkennen.
Diszipline, um auf jeder Veränderung der Gefühlslage mit einer Reaktion zu antworten.
Ist es schwer? Auf jeden Fall. Ist es möglich? Auf jeden Fall. Lohnt es sich? Auf den Fall.
Einen herrlichen Sonntag wünscht
Wenyue
Friday, April 23, 2010
Glück oder Unglück liegt im Auge des Betrachters
Ein alter Zen-Meister, bei dem nur noch ein Mönch lebte, züchtete Pferde. Eines Tages lief sein wertvollster Hengst davon. Die Nachbarn kamen, um ihr Bedauern auszudrücken, doch der Zen-Meister sagte nur: "Woher wisst ihr, dass dies ein Unglück ist ?" Am nächsten Tag kam der Hengst, begleitet von einigen Wildpferden zurück, und die Nachbarn kamen wieder, um zu dem Glücksfall zu gratulieren, doch der Zen-Meister sagte nur: "Woher wisst ihr, dass dies ein Glücksfall ist ?" Am nächsten Tag wurde der Mönch beim Versuch, eines der Tiere zuzureiten, abgeworfen und brach sich ein Bein. Wieder kamen die Nachbarn, um ihr Mitleid zu bekunden, doch der Zen-Meister sagte nur: "Woher wisst ihr, dass dies ein Unglück ist ?" Kurz darauf kam es zu kriegerischen Auseinandersetzungen, doch da der Mönch verletzt war, wurde er nicht als Soldat einberufen. Doch wer weiß schon, ob es ein Glücksfall ist…
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